Celina Nissen

Nach jahrelangem Beknien meiner Eltern bekam ich mit 13 Jahren meinen ersten eigenen Hund. Meine Hündin Chichi kam aus dem Auslandstierschutz, wobei die Anfangszeit geprägt war von vielen Herausforderungen, denn Chichi hatte vor allem große Angst. Um sie und ihre Ängste verstehen zu können, musste ich mich immer intensiver mit ihrem Verhalten auseinandersetzen und tauchte so tiefer in die Kynologie ein.

Ich begann in einem Tierschutzzentrum mitzuhelfen, welches regelmäßig Transporte aus Süd- und Osteuropa entgegennahm und die Hunde von dort aus vermittelte. Hierdurch konnte ich erste Einblicke in Rudelstrukturen gewinnen, aber auch die verschiedensten Hundetypen kennenlernen. Unter den entgegengenommenen Hunden waren Junghunde, kleine bis große Hunde, Hunde mit sehr viel Selbstbewusstsein, aber auch viele Angsthunde. Gerade im Umgang mit den Angsthunden brauchte man viel Ruhe und Geduld, um ihr Vertrauen zu erlangen, denn bei meiner Hündin hatte ich bereits gemerkt, dass sich dies ausgezahlt hatte. Mir lagen vor allem diese Hunde am Herzen, denn sie hatten es mit am schwersten ein neues Zuhause zu finden, da sie meist unscheinbar wirkten.

Um mehr über das ursprüngliche Leben der Straßenhunde zu lernen, reiste ich 2019 nach Griechenland, um das Leben der Hunde auf der Straße beobachten zu können. Hier ging ich sowohl an Orte, die durch den Tourismus geprägt waren, als auch an Orte, an denen die Hunde nicht an den Menschen gewohnt waren. Die Unterschiede im Verhalten waren deutlich zu sehen. So rannten die Hunde dem Menschen auf der einen Seite hinterher, genossen die Streicheleinheiten und das mitgebrachte Futter, während die Hunde auf der anderen Seite sehr skeptisch waren und sich kaum näherten.
In dieser Zeit lernte ich, neben dem Leben der Hunde auf der Straße, dass es gar nicht unbedingt gut ist, jeden Hund von dieser wegzuholen, sondern, dass es manchen Hunden dort sehr gut geht und sie ihren Platz gefunden haben.

Jeder Hund, der im Tierschutzzentrum ankam, brachte seine individuelle Geschichte mit. Auch die Interessenten kamen mit ihren Wünschen und Vorstellungen eines neuen Hundes zu uns. Hier war es wichtig durch gemeinsame Gespräche, den passenden Hund zu finden und im Anschluss beratend zur Seite zu stehen und den Entwicklungsprozess zu begleiten.
Zu sehen, dass ich sowohl den Hunden als auch den Besitzern helfen konnte, führte dazu, dass ich meine Berufung zum Beruf machen wollte und so absolvierte ich im Jahr 2021 meine Ausbildung bei Ziemer & Falke.

Meine Hündin brachte neben ihrer Angstgeschichte, auch noch ihre phänotypischen Merkmale, inklusive einem guten Anteil ungarischer Hütehunde, mit. Damit auch geballte Power, denn sie war etwas über ein Jahr als sie zu mir kam.
Ich suchte nach Beschäftigungs- und Auslastungsmöglichkeiten, die sie sowohl mental als auch körperlich auslasteten. Schnell entdeckte ich Trickdogging für uns aber auch Agility und diverse andere Sportarten machten uns großen Spaß.
Auch im Training liegt mein Schwerpunkt neben der Erziehung des Hundes und der Begleitung von Hunden aus dem Auslandstierschutz, auf der Beschäftigung und Auslastung des Hundes, wie beispielsweise Agility, dem Tricksen oder auch dem Spiel- und Spaßkurs.

Mein Ziel ist es, euch als Hund-Mensch-Team zu unterstützen und individuell zu begleiten. Dabei ist es mir wichtig mein Training mit Geduld und Verständnis sowie unter Einbeziehung der positiven Verstärkung durchzuführen und unter Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeitsmerkmale des Hundes. Auch sollte der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen, was sich beispielsweise im Fun-Agility widerspiegelt, da hier nicht höher, schneller und weiter trainiert wird, sondern in dem jeweiligen Rhythmus des Hund-Halter-Teams.


Ich freue mich, euch kennenzulernen und begleiten zu dürfen!

 


 

 
 
 
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